Guatemala

Neue Perspektiven für indigene Bio-Kleinbauern

Im zentralamerikanischen Guatemala besteht ein starkes Gefälle zwischen der armen ländlichen indigenen Bevölkerung und der Elite der Städte. Erstere leben von der Selbstversorgung auf kleinen, wenig fruchtbaren Anbauflächen. Gemäss FAO sind 25-34 % der Bevölkerung Guatemalas unterernährt.

Wasser – eine Lotterie

Wasser muss oft über weite Strecken herangetragen werden, Feldbewirtschaftung wird unergiebig. In Guatemala wechseln sich zudem intensive Regenperioden mit langen Trockenperioden ab. Die Abhängigkeit von Niederschlag für den Feldbau macht die Ernährungssicherheit verletzlich, in Trockenzeiten bisweilen unmöglich. Die Projekte von Aqua Alimenta machen hier für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einen wertvollen Unterschied.

Ökologischer Feldbau hat in Guatemala Tradition

Um die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit über Generationen hinweg zu erhalten, bewirtschaften viele Kleinbauernfamilien ihre Felder ökologisch und verwenden nur einheimisches Saatgut. Auf den Einsatz von chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln verzichten sie. Das Wissen über den Biolandbau traditioneller Sorten wird jährlich an nationalen Messen gepflegt. Die Bewässerungstechniken von Aqua Alimenta führen weiter, was die Menschen seit Generationen pflegen: Einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Welt, in der wir leben. 

 

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Fokusgeschichte Guatemala – mit ausgeklügelten Systemen Ernten steigern und Ressourcen schonen