Madagaskar

Auf dem Inselstaat vor dem südöstlichen Zipfel Afrikas leben neun von zehn Madagassen in extremer Armut und jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist chronisch mangelernährt. In kaum einem anderen Land der Welt ist die Lage so dramatisch – und sie wird durch die Folgen des Klimawandels verschärft: Die Mehrheit der Menschen sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die oft weniger als eine halbe Hektare Land bebauen und deren Erträge hochgradig vom Regen abhängen.

Die wichtigsten Produkte sind Reis in der Regenzeit und Gemüse in der Trockenzeit. Wasser wäre an vielen Orten auch in ausgeprägten trockenen Regionen in wenigen Metern Tiefe oder in Flüssen und stehenden Gewässern vorhanden. Jedoch behindert die mühsame Beförderung des Wassers auf die häufig zerstückelten Parzellen an Hanglagen eine effiziente Nutzung.

Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre haben in den Regionen Anamalanga, Boeny, Sofia und Diana mehr als 700 Bauernfamilien in ein Bewässerungssystem investiert, um Gemüse in der Trockenzeit anzubauen und ihre prekäre Ernährungssituation zu verbessern. Im Jahr 2019 wird sich Aqua Alimenta in Madagaskar strategisch neu ausrichten. Die Wahl der Partnerorganisation, eine geografische Konzentration sowie eine verstärkte Ausrichtung auf Agrarökologie werden wichtige Eckpfeiler für die Weiterarbeit ab 2020 bilden.

 

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