Fokus Guatemala – mit ausgeklügelten Systemen Ernten steigern und Ressourcen schonen

Die Menschen in Guatemala haushalten mit wenig Geld. Die auf Agrar-Ökologie spezialisierte Partnerorganisation vor Ort hilft mit innovativen Systemen, Pflanzen schonend zu bewässern. Wo die Mittel knapp sind, hilft Erfindungsreichtum. Ein kurzer Augenschein

In Guatemala hat schonender Anbau Tradition. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern pflegen seit jeher ihre lokalen Pflanzenkulturen und verschmähen Dünger und Pflanzenschutzmittel. Ein bewusster Umgang mit Wasser liegt ihnen nahe. Marktgängige Tropfenbewässerungssysteme überfordern die Kleinbauernfamilien jedoch häufig technisch und finanziell. Die Partnerorganisation vor Ort arbeitet mit auf Agrar-Ökologie spezialisierten Bauernorganisationen zusammen. Gemeinsam mit den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zeigen sie sich äusserst erfinderisch. Noch nicht alle Systeme sind ausgereift, aber der Wille und die Eigeninitiative, mit denen sich die Menschen ‹ihre› Systeme aneignen und weiterentwickeln, ist ein wertvolles Zeichen funktionierender Entwicklungszusammenarbeit. Aqua Alimenta lernt mit ihren Partnern zusammen, Techniken den lokalen Bedürfnissen anzupassen.

Tropfenbewässerung im Eigenbau

In Gärten und auf Feldern werden verschiedentlich vereinfachte Systeme eingesetzt, die Tropfenbewässerung ermöglichen. In über die Flächen verlaufende Schläuche werden Löcher gestanzt, in die Schnüre eingeknotet werden – mit einem hängenden, gefransten Ende zu den Pflanzen hin. Wird nun Wasser in die Schläuche geleitet, geben die Schnüre Tropfenweise Wasser auf die darunterliegende Erde ab. Die Saat kann spriessen! Gestützt werden die Schlauchleitungen durch einfache Holzstäbe – zur Not tun Schleckstengel ihren Dienst.

Einfache Methoden zur Tropfenbewässerung in Guatemala