Was wir tun

Rund 70 % der armen Menschen weltweit leben im ländlichen Raum und sichern ihr Überleben mit Landwirtschaft. Aqua Alimenta engagiert sich für kleinbäuerliche Ernährungs- und Existenzsicherung in ländlichen Regionen Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas – mit angepassten Bewässerungstechnologien, die Menschen zeitlich und körperlich entlasten und ihre Ernteerträge unabhängiger von Wetter- und klimatischen Bedingungen machen.

Ausreichende Ernten statt Hunger

Kleinbewässerungsanlagen bieten Kleinbauern und Kleinbäuerinnen ein Mehr an Erntesicherheit. Felder können nicht nur in niederschlagsreichen Zeiten, sondern auch in Trockenperioden bepflanzt werden. Die Kleinbauernfamilien ernten zudem grössere Mengen und qualitativ bessere Produkte. Die Projekte von Aqua Alimenta bringen Kleinbewässerungssysteme zu Menschen in ländlichen Regionen, für die solche Technologien nicht zugänglich sind, oder zu kostenintensiv in Anschaffung und Betrieb.

Feldbau in Westafrika

Einfach Wasser aufs Feld!

In vielen Regionen der Welt ist Wasser zwar verfügbar, muss jedoch über lange Strecken mühselig transportiert werden – eimerweise, stundenlang. Und Felder sind durstig! Einfache Bewässerungssysteme entlasten die Menschen sehr effektiv von der zeitraubenden Wasserlogistik und schaffen Raum für die eigentliche Feldarbeit, für die Ausweitung bewirtschafteter Flächen oder den Gang zum Markt.

Entlastung für die Frauen

Vielerorts ist der Wassertransport Frauenarbeit. Vereinfachte Bewässerung ermöglicht es ihnen, die Felder effizient statt kübelweise bewässern. Tägliches Wasserschleppen, über Stunden, entfällt. Letztlich haben sie mehr Zeit und Energie für ihre Familien und die Gemeinschaft. Und für wirtschaftliche Aktivitäten ausserhalb der Landwirtschaft, die das Familieneinkommen zusätzlich steigern und zur Ernährungssicherung beitragen.

Ressourcenschonenden Anbau bestärken

Pedalbetriebene Pumpen stellen in den Projekten die Schnittstelle zwischen Wasserstelle und Feld dar. Sie sichern Unabhängigkeit von Diesel und Elektrizität bei der Flächenbewässerung und sorgen für CO2-neutrale Bewirtschaftung. Wasser wird bedarfsabhängig geschöpft, die kostbare Ressource wird schonend eingesetzt.

Je nach Pflanzenkultur und Bodenbeschaffenheit kommen unterschiedliche Bewässerungssysteme zum Einsatz. Eines der effizientesten Systeme stellt etwa die Tropfenbewässerung dar. Eine flexible, den lokalen Bedingungen angepasste Ausgestaltung der Anlagen auf dem Feld sorgt mit dafür, dass Pflanzen präzise und sparsam bewässert werden.

Bewässerungsanlage mit swiss-PEP, Pedalpumpe von Aqua Alimenta, in Mosambik

Lokale Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen

Aqua Alimenta arbeitet mit lokalen Partnern zusammen und bringt lokale Ressourcen und Materialien zum Einsatz. Die Bewässerungsanlagen werden lokal konzipiert, hergestellt, vertrieben und installiert. Regionalkoordinatoren, Büros vor Ort, lokale Handwerker, Installateure, Promotoren und Techniker – die Projekte von Aqua Alimenta schaffen eine Vielzahl an Ausbildungsplätzen und Arbeitsstellen.

Arbeitsplätze schaffen – zum Beispiel in dörflichen Werkstätten zur Herstellung der swiss-PEP

Direkter Wissenstransfer

Dörfliche Kleinwerkstätten stellen die Bewässerungsanlagen her. Die Handwerker vor Ort lernen zentrale Qualitätsanforderungen und alternative Bewirtschaftungs- und Bewässerungskonzepte kennen. Die Kleinbauern selbst beteiligen sich an der Installation und lernen einfache Reparaturarbeiten selbständig durchzuführen. Wo möglich, arbeitet Aqua Alimenta mit Partnern und anderen NGOs zusammen, die das feldbau-praktische Know-How der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weiter vertiefen.

 

Zahlen und Fakten

  • Seit 1998 als gemeinnütziger Verein aktiv für eine solidarische Welt
  • Weltweit über 15 000 Kleinbewässerungsanlagen installiert in den letzten 17 Jahren
  • ZEWO-zertifiziert; wir setzen unsere Spenden effizient ein

    Nachgewiesene Wirkung

    Externe Studien belegen die Wirkung unserer Arbeit. Überzeugen Sie sich selbst. Hier gehts zu den Studien

    Projektregionen