Indien

IN22A: Gemeinschaftliche Saatgutbanken

Zeitraum: April 2022 - Dezember 2025 (1. Phase)
Region: Distrikte Puri, Nayagarh, Kendrapara, Balangir und Nuaparha, Odisha, Indien
Anzahl Projektteilnehmende: 5000 Kleinbauernfamilien
Partnerorganisation: i-Concept Initiatives

Eine wichtige Lehre aus der Covid-19 Pandemie ist, dass es für viele Kleinbauernfamilien in Odisha enorm schwierig ist, Zugang zu hochwertigem Saatgut zu erhalten. Deshalb werden im Rahmen eines separaten Projektes sogenannte «Community Seed Banks» aufgebaut, von denen gut 5000 Kleinbauernfamilien des Projekts «die Bauern von Odisha auf der Überholspur» (IN20) profitieren werden. Diese Saatgutbanken dienen einerseits als Lager, um den Bauern und Bäuerinnen Saatgut zugänglich zu machen, andererseits auch als zentrale Anlaufstelle für die Erhaltung der einheimischen genetischen Vielfalt. Eine Saatgutbank erfüllt mehrere Funktionen wie Bewusstseinsbildung und Aufklärung; Dokumentation des traditionellen Wissens; Sammlung, Erzeugung, Verteilung und Austausch von Saatgut; Weitergabe von Wissen und Erfahrungen; Förderung der Agrarökologie; Partizipative Experimente zur Verbesserung von Kulturpflanzen und Einkommen schaffende Aktivitäten für die Mitglieder. Die Saatgutbanken werden von den Kleinbauern und Kleinbäuerinnen selbst verwaltet und sollen nach der dreijährigen Projektlaufzeit ohne externe Hilfe betrieben werden können.

IN24A: Förderung agrarökologischer Innovationen

Zeitraum: Januar 2024 - Dezember 2026 (3. Phase)
Region: Distrikte Puri, Kendrapada, Dhenkanal, Nayagarh, Bolangir, Bundesstaat Odisha, Indien
Anzahl Projektteilnehmende: 1570 Haushalte, 1000 indirekt begünstige Haushalte
Partnerorganisation: i-Concept Initiatives

In Indien leben 37% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Kleinbauernfamilien haben unsichere Lebensgrundlagen und geringen Einkommensmöglichkeiten. Der Agrarsektor in Odisha sieht sich Herausforderungen wie niedriger Produktivität, mangelnder Investition und den Folgen des Klimawandels gegenüber.

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensgrundlagen von 1570 Haushalten in 47 Dörfern zu stärken. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf agroökologische Anbaumethoden, um die Erträge zu steigern und damit auch das Einkommen. Dabei liegt der Fokus auf Schulungen, technischem Support und dem Einsatz von Technologien wie manuellen Wasserpumpen oder Solarpumpen. Mit der Anlegung von Familiengärten bekommen die Kleinbauernfamilien Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung. Die Strategie zielt darauf ab, landwirtschaftliches Wachstum zu beschleunigen, Informationen bereitzustellen, Investitionen effizienter zu gestalten und ökologische Anbaumethoden zu fördern. Gemeinsam mit Bauernkooperativen werden Fähigkeiten aufgebaut, um Ressourcen zu mobilisieren und die vorhandenen staatlichen Programme zu nutzen.

Die Projekte in Indien werden durch den Programmbeitrag der Deza mitfinanziert.

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